Orgel



Die Orgel der Trinitatiskirche ist ein Werke der Dresdner Orgelbaufirma Jehmlich.
Das zweimanualige, mechanische Schleifladen-Instrument wurde im Jahr 1996 geweiht und trägt die Opuszahl 1122. Sie erklingt allsonntäglich in Gottesdiensten sowie regelmäßig in Konzerten. Konzerttermine finden Sie im Kalender.
Geschichte
Im Jahr 1996 wurde die Orgel der Dresdner Orgelbaufirma Jehmlich feierlich eingeweiht. Bereits zuvor hatte es zwei Vorgängerinstrumente gegeben: eine Orgel von Christian Friedrich August Goethel aus Borstendorf aus dem Jahr 1866 sowie ein weiteres Instrument aus der Werkstatt der Firma Jehmlich aus dem Jahr 1930.
Schon 1972 fasste der Kirchenvorstand den Entschluss, die damals noch vergleichsweise junge, jedoch defekte elektropneumatische Orgel auszubauen und durch ein neues mechanisches Werk zu ersetzen. Aufgrund von Schwierigkeiten, insbesondere durch lange Lieferzeiten zu DDR-Zeiten, kam das Projekt jedoch zunächst ins Stocken. Erst 1981 wurde es durch Kantor Matthias Süß wieder aufgenommen.
Im Zuge der weiteren Planungen wurde das Konzept der neuen Orgel erweitert: Statt der ursprünglich vorgesehenen 13 Register sollten schließlich 27 Register eingebaut werden. Dadurch stiegen die veranschlagten Kosten von ursprünglich 45.000 DM auf 148.000 DM. Es gelang der Gemeinde jedoch, die erforderlichen zusätzlichen finanziellen Mittel bereitzustellen.
Die Firma Jehmlich stellte zunächst das Jahr 1991 als Liefertermin in Aussicht. Mit der Währungsunion im Jahr 1990 erlitt das Orgelprojekt jedoch einen erheblichen Rückschlag: Die vorhandenen finanziellen Mittel verloren etwa die Hälfte ihres Wertes, und bereits zugesagte Fördermittel wurden zurückgezogen.
Daraufhin wurde 1991 auf Initiative von Pfarrer Christoph Haase ein Orgelförderkreis gegründet. Die Spendenbereitschaft innerhalb der Gemeinde und darüber hinaus war so groß, dass schließlich auch die Landeskirche ihre Förderung wieder aufnahm. So konnte die neue Orgel im Mai 1996 eingebaut und am 1. September 1996 feierlich eingeweiht werden.
Bis dahin versah die alte Jehmlich-Orgel aus den 1930er Jahren – notdürftig repariert – ihren Dienst noch bis zum Silvesterkonzert 1995, bevor sie schließlich ausgebaut wurde.
Vom ersten Beschluss im Jahr 1972 bis zur Einweihung der neuen Orgel im Jahr 1996 vergingen insgesamt 24 Jahre – eine bewegte und herausfordernde Zeit, in der die Gemeinde immer wieder gemeinsam Hindernisse überwand, um ein Ziel zu erreichen, das bis heute hörbar ist.
Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums ließ die Gemeinde die Orgel zudem um einen Zimbelstern erweitern.
Disposition
| I. Hauptwerk C – g3 | II. Schwellwerk C – g3 | Pedal C – f1 | ||
| 1. Bordun 16′ | 11. Gedackt 8′ | 21. Subbaß 16′ | ||
| 2. Prinzipal 8′ | 12. Salizional 8′ | 22. Prinzipalbaß 8′ | ||
| 3. Rohrflöte 8′ | 13. Prinzipal 4′ | 23. Gedacktbaß 8′ | ||
| 4. Oktave 4′ | 14. Rohrflöte 4′ | 24. Gemshorn 4′ | ||
| 5. Spitzflöte 4′ | 15. Nasat 2 2/3′ | 25. Choralbaß 4′ | ||
| 6. Oktave 2′ | 16. Oktave 2′ | 26. Pedalmixtur V | ||
| 7. Blockflöte 2′ | 17. Terz 1 3/5′ | 27. Posaune 16′ | ||
| 8. Sifflöte 1 1/3′ | 18. Oktävlein 1′ | |||
| 9. Mixtur IV | 19. Scharf IV | |||
| 10. Trompete 8′ | 20. Krumhorn 8′ |
Nebenzüge
Koppeln II/I, I/P, II/P
Tremulant am HW und SW